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Amerikareise Orchester

USAreise Orchester 2017a

Das AEG-Orchester unternahm im Juli eine zweiwöchige Konzertreise in die USA.
Schülerbericht
Unsere Reise beginnt mit der Busfahrt vom AEG bis zum Frankfurter Flughafen um 6 Uhr.

Mit insgesamt 70 Leuten, davon zwei Lehrern, Herrn Bergdolt und Frau Larsen checken wir ein. Nach langem Warten steigen wir in das Flugzeug ein, das uns in acht Stunden in die Großstadt Chicago fliegen wird. Weil wir mit der Sonne fliegen, kommen wir um 16 Uhr an. Als wir nach dem Auschecken endlich den Flughafen verlassen, überrascht uns die heiße und sehr schwüle Luft. Zwei Busse, die uns noch die restliche Reise von einem Ort zum anderen fahren werden, erwarten uns schon, um uns zu unserer Herberge in die Stadtmitte zu fahren. Auf dem Weg bekommen wir erste Eindrücke von dem Land, den breiten Straßen, den großen Autos und den vielen amerikanischen Flaggen, die wir in den zwei Wochen noch genug sehen werden. Je näher wir der Stadtmitte kommen, desto stärker wird der Verkehr.

Dann erscheint die Skyline Chicagos mit den unzähligen Wolkenkratzern und wir sind überwältigt von der Größe der Stadt. Als wir in der Jugendherberge ankommen, teilen wir uns als erstes in Zimmer auf. Danach hat jeder die Möglichkeit, mit in die Stadt zu kommen, es soll nämlich ein Feuerwerk stattfinden. Trotz der Müdigkeit, die alle fertigmacht, begeben sich alle nach dem Motto "schlafen kann man zuhause" auf den Weg. Die Sonne ist schon untergegangen, doch das macht die Stadt noch schöner, denn in allen Fenstern der riesen Gebäuden brennen Lichter. Glühwürmchen, die in einem Park herumfliegen, verleihen allem ein bestimmtes Flair. Obwohl wir das Feuerwerk schon verpasst haben, hat sich der Ausflug allemal gelohnt. Zurück an der Jugendherberge fallen alle, erschöpft vom langen Tag, sofort ins Bett.

Am nächsten Morgen steht schon die Busfahrt nach Grand Rapids, der Hauptstadt von Michigan, an. Auf der Fahrt bestaunen wir die Größe und Weite des Landes in den großen Grundstücken mit den großen Häusern und deren Vorgärten. In Grand Rapids angekommen erwarten uns schon freiwillige Helfer, engagiert vom Blue Lake Camp, mit Pizza und mit dem in den USA üblichen, absolut nicht genießbaren Chlorwasser. Als wir alle unseren Hunger gestillt haben, werden wir mindestens zu zweit in Gastfamilien eingeteilt, die ebenfalls vom Blue Lake Camp organisiert wurden. Ab dem Zeitpunkt erlebt jeder in den dreieinhalb Tagen, die wir hier verbringen, seine eigenen Erlebnisse. Viele, darunter auch ich, sind bei einer Familie untergekommen, die nicht in Grand Rapids lebt, sondern in einer Vorstadt mit Haus am See. Dadurch bin ich in diesen Tagen sehr viel im Wasser, ob Tubing, Wasserski, einer nächtliche Bootstour oder einfach nur schwimmen. Andere fahren an den Lake Michigan zum Strand, gehen in der großen Mall von Grand Rapids shoppen oder sehen sich das Baseball-Spiel der White Caps an. Fest steht, dass jede Gastfamilie sehr offen und gastfreundlich ist und uns so viel es geht zeigen und mit uns machen will.

Am 3. Tag haben wir unser Konzert in Grand Rapids in einem richtigen Konzertsaal. Unser Programm, mit Musikstücken aus ganz Europa, kommt bei den Zuhörern sehr gut an. Am nächsten Tag heißt es schon Abschied nehmen, was uns allen schwerfällt, da wir unsere Gastfamilien in den wenigen Tagen sehr ins Herz geschlossen haben.
Auf der Fahrt nach Montague, unserer nächsten Station, machen wir Halt am Lake Michigan. Wir haben Zeit einen Strandspaziergang zu machen, Fotos zu schießen und zu essen. Es ist faszinierend, dass ein See schon fast kein See mehr ist, sondern ein Meer mit Süßwasser.
Montague liegt direkt am Lake Michigan und als wir wieder in Gastfamilien eingeteilt werden, ist klar, dass wir in den nächsten Tagen dort viel Zeit verbringen werden. Am nächsten Tag werden wir alle auf eine Poolparty eingeladen, die auf dem Grundstück einer der Gastfamilien stattfindet. Es ist eine gute Möglichkeit sich mit allen zu treffen und sich auszutauschen, schließlich hat jeder etwas anderes erlebt und zu erzählen.
Unser zweites Konzert findet im Blue Lake Camp statt, worauf wir alle besonders gespannt sind, da dieses Camp unsere ganze Reise erst ermöglicht hat. Damit wir eine Vorstellung von der Größe und dem Aufbau des Campus, der komplett im Wald steht, bekommen, werden wir ein bisschen herumgeführt. Auf dem Geländer steht die größte Open-air-Hörmuschel der United States, die sehr beeindruckend ist. Unser Konzert findet auf einer kleineren Bühne statt, wo nicht nur unsere Gastfamilien zuhören, sondern auch viele Schüler.

Am 5. Tag in Montague müssen wir die Stadt auch schon wieder verlassen, auch hier in der Hoffnung noch weiter in Kontakt mit der Gastfamilie zu bleiben. Es geht weiter am Lake Michigan nach Grand Haven, mit einem Stopp in Muskegon. In Muskegon besuchen wir ein Museum, wo wir viel über die amerikanische Urbevölkerung in diesem Teil der USA erfahren und uns auch mehrere Kunstwerke anschauen können. In Grand Haven angekommen, werden wir wieder in Gastfamilien untergebracht, bei denen dann wieder jeder einzelne etwas anderes unternimmt. Für alle wird am dritten Tag ein Lagerfeuer am Strand organisiert, wo wir uns alle wiedersehen und austauschen können. Einen Tag später ist unser dritter und letzter Auftritt für diese Reise. Es macht Spaß, wenn man sieht, dass es den Gasteltern gefällt und sie stolz auf einen sind. Jeden Abend im Sommer findet in Grand Haven direkt am Wasser eine kleine Musikshow mit Fontänen statt, wo wir dann unseren letzten Abend in dieser Stadt genießen.

Unsere letzte Fahrt bringt uns wieder zurück nach Chicago, wo wir unsere letzten zwei Tage verbringen werden. Als wir wieder an unserer ersten Jugendherberge ankommen, haben wir Zeit in die Stadt zu gehen, Mitbringsel zu kaufen, zum Hafen zu gehen und einfach mit Freunden zusammen zu sein. Der nächste Tag bietet volles Programm, denn morgens schon können wir uns entscheiden, ob wir ins Museum of Arts oder ins Science Museum von Chicago gehen wollen. Gleich nach dem Besuch wollen wir auf eines der höchsten Gebäude der Stadt hinauf, auf das Hancock Building. Die 360° Fenster ermöglichen uns einen einzigartigen und spektakulären Anblick auf ganz Chicago. Das Panorama über die vielen Wolkenkratzer und den türkisblauen See ist einfach atemberaubend. Als Abschluss unserer Reise besuchen wir noch ein Open-Air-Konzert des Chicago Symphony Orchestra.

In diesen zwei Wochen habe ich sehr viel erlebt und gesehen, fantastische Gegenden und große Weiten und grenzenlose Gastfreundschaft erlebt. Das ganze Orchester ist sich nähergekommen und viele neue Freundschaften sind entstanden.
Ich danke im Namen aller Orchestermitglieder Frau Larsen und Herrn Bergdolt für die tolle Organisation, die sicher mit viel Arbeit verbunden war. Außerdem danken wir dem Blue Lake Camp und allen Gastfamilien, die die Reise überhaupt erst möglich gemacht haben.

Ines Kirschner

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