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Indienreise

Indienfahrt 2018

Am 07. Februar machten sich die 12 Schüler des diesjährigen „Seminarkurs Indien“ in Begleitung von Herrn Heck und Herrn Nitsch voller Vorfreude und gespannter Erwartung auf die lange Reise nach Indien. Von Frankfurt ging es über Abu Dhabi nach Jaipur, wo wir im Hostel der Neerja Modi School untergebracht waren und nicht nur herzlich willkommen geheißen, sondern über unseren gesamten Aufenthalt hinweg auch bestens versorgt wurden.

Zunächst wurden wir über das große Gelände der Schule geführt, das vom Kindergarten bis zur High School alle Bildungseinrichtungen beherbergt und zudem viel Raum für verschiedenste Sportarten bietet, was nicht nur von den Schülern, sondern bald auch von uns rege genutzt wurde. Der Sport schaffte so einen Anknüpfungspunkt, wodurch wir mit einigen der Schüler in Kontakt kommen konnten. Dabei bildete das Lernen einer indischen Sportart, Kabaddi, ein besonderes Highlight. Es handelt sich hierbei um eine Art „professionalisiertes Fangespielen“, das in Indien sogar eine eigene Liga hat und tatsächlich sehr viel Spaß macht.  Außerdem half auch ein Besuch in einer 11. Klasse der Schule, die indischen Schüler kennenzulernen und schnell fanden wir heraus, wie viele Gemeinsamkeiten wir trotz unserer unterschiedlichen Herkunft haben und mussten förmlich gezwungen werden, den Unterricht der Klasse wieder zu verlassen. 

Am selben Tag bekamen wir die Möglichkeit, die schuleigene Bibliothek nach hilfreichen Quellen für unsere Seminararbeit, die wir nun im zweiten Schulhalbjahr verfassen werden, zu durchstöbern und diese gegebenenfalls für die Dauer unseres Aufenthalts auszuleihen. 

Unser erster Ausflug führte uns durch den aufregenden indischen Straßenverkehr zum Amber Fort, einer alten Festung der ehemaligen Königsfamilie Jaipurs. Zur Festung selbst durften wir auf Elefanten hinaufreiten und kamen dann in den Genuss einer sehr verständlichen und angenehmen Führung durch das Fort, von dem aus man einen tollen Ausblick auf die Umgebung Jaipurs hatte. Nach einem, wie eh und jeh, sehr leckeren Mittagessen an der Schule machten wir uns dann noch einmal auf den Weg in die Innenstadt Jaipurs, wo wir den Markt besuchten und einige schöne Andenken an Indien erstehen konnten.

Am folgenden Tag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg ins etwa drei Stunden entfernte Pushkar. Pushkar ist eine für Hindus heilige Stadt, die am sakralen Pushkar-See liegt und den sehr bedeutsamen Brahma-Tempel beheimatet. Diese beiden Orte besichtigten wir daher noch am selben Tag, woran sich dann ein Besuch des weitläufigen und schönen Marktes in Pushkar und ein beeindruckender Kamelausritt in die Wüste anschlossen. Außerdem kamen wir zum Abschluss des Tages in den Genuss einer Vorführung traditionellen indischen Tanzes und durften uns sogar selbst darin versuchen. Trotz unseres kläglichen Scheiterns hatten wir sehr viel Spaß daran.

Zurück in Jaipur besuchten wir dort weitere beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Zunächst besichtigten wir Hawa Mahal, den Palast der Winde, ein imposanter Teil des Stadtpalastes in Jaipur, daraufhin Jantar Mantar, ein Ort voller historischer astronomischer Sternwarten und Messgeräte. Zuletzt ging es zum tatsächlichen Stadtpalast Jaipurs, der sogar noch teilweise von der Königsfamilie bewohnt wird.

Auch der Besuch des Taj Mahal durfte natürlich nicht fehlen und so machten wir uns am nächsten Tag auf zu unserem zweiten größeren Ausflug nach Agra, wo wir nach Ankunft erst einmal noch das Red Fort besuchten, eine ehemalige Festung der Mogulherrscher, von der aus man das Taj Mahal schon erkennen konnte. Das schürte unsere Vorfreude auf den nächsten Tag noch, da wir nun tatsächlich das Taj Mahal besichtigen durften, was sicherlich für alle ein beeindruckendes Erlebnis war.

Die letzten zwei Tage unserer Reise verbrachten wir wieder in Jaipur auf dem Schulgelände, wo wir noch Interviews mit Lehrern führen durften, um Informationen für die Seminararbeit zu sammeln, aber auch einen Einblick in die traditionellen darstellenden Künste Indiens bekamen. Auf eine Gesangsstunde folgte Unterricht in Tanz und zuletzt eine kurze Vorstellung einiger traditioneller Instrumente, die wir im Folgenden auch zu spielen versuchten. Den krönenden Abschluss der Reise bildete für uns jedoch der Besuch der Nischai-Girls. An die Neerja Modi School angegliedert, befindet sich auf dem Schulgelände die Nischai-School für unterprivilegierte Mädchen, die hier in den wesentlichsten Grundlagen und einigen handwerklichen Fähigkeiten, wie dem Malen von Henna-Tattoos, unterrichtet werden, um später die Chance zu haben, einen Beruf ausüben zu können. Die Lebensfreude und Offenheit dieser Mädchen beeindruckte und berührte uns alle zutiefst. Daher bildete dieser Besuch klar einen weiteren Höhepunkt der Reise.

Nun sind wir nach einer beeindruckenden Reise voller wertvoller Erfahrungen und Erinnerungen nach Hause zurückgekehrt und danken Herrn Nitsch und Herrn Heck herzlich für ihre Bereitschaft, eine solche Reise zu organisieren und durchzuführen und die unermessliche Geduld, die sie stets mit uns hatten. Auch bedanken wir uns herzlich beim Projektausschuss für die großzügige finanzielle Unterstützung, wodurch uns die Reise erst möglich gemacht wurde.

Die Schüler/innen des Seminarkurs Indien 2017/18         

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