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Alba 2016

Es ist immer ein großes Highlight, wenn der Mittel- und Oberstufenchor des Albert-Einstein-Gymnasiums auf Reisen ist, so auch am letzten Oktoberwochenende. Vom 27.10. bis 30.10.2016 durften wir zum zweiten Mal in die Partnerstadt Alba in Italien reisen, eingeladen zu einem Chortreffen der Partnerstädte von Alba. Neben dem Chor des Liceo Linguistico und des Liceo Classico aus Alba nahmen außer uns auch noch 65 Schülerinnen und Schüler aus der spanischen Partnerstadt San Cugat an dieser Begegnung teil.

Nach einer knapp 10-stündigen Fahrt kamen wir wohlbehalten in Alba an. Die 60 Gastfamilien erwarteten uns schon gespannt. Auch wir konnten es kaum erwarten. Es kamen die üblichen Fragen auf: Ist meine Gastfamilie nett? Komme ich gut mit ihr klar? Doch nach dem ersten Zusammentreffen waren die Sorgen schnell vergessen. Wir wurden allerseits herzlich empfangen und verbrachten den ersten Abend bei den Familien zu Hause.
Der erste richtige Tag in Alba begann früh. Wir fuhren mit unseren Gastgebern in die Schule und durften nach einem kleinen Film über die Region um Alba mit in den Unterricht. Auch wenn wir wahrscheinlich wenig bis gar nichts verstanden haben, war es doch sehr interessant zu sehen, wie der Unterricht in einem italienischen Liceo abläuft. Nach dem Unterricht wurden wir im Rathaus von den Schulleitern der beiden Gymnasien und der Partnerstadtbeauftragten empfangen und durften uns ins goldene Partnerstädte-Buch der Stadt eintragen.
Nach einer kleinen Stadtführung von italienischen Oberstufen-Schülern, welche die Führung auf Deutsch hielten, war der Tag auch schon fast wieder vorbei, und wir konnten den Abend in den Familien ausklingen lassen.

Der Samstagmorgen begann für jeden unterschiedlich. Manche der Gastschüler/-innen mussten in die Schule, andere nicht. Da am Morgen großer Markt in Alba war, waren viele von uns dort und konnten sich die verschiedenen italienischen Spezialitäten anschauen und auch kaufen. Etwas ganz Besonderes war der Trüffelmarkt, der im Oktober und November in Alba stattfindet. Besonders der weiße Trüffel ist eine Spezialität, für die Alba weltbekannt ist.

Mittags ging es dann zu einer Probe im Theater der Stadt zusammen mit den anderen Chören für das große Konzert am Abend. Es war interessant zu hören, was für einen Klang und eine Ausstrahlung ein so großer Chor von über 120 Mitwirkenden hat.
Beim großen Konzert am Abend zeigten die Schüler der einzelnen Ensembles ihr Können. Die Spanier waren mit insgesamt vier Ensembles angereist. Sie hatten Balletttänzerinnen, einen Chor, ein klassisches Orchester und eine Band dabei. Nach dem abwechslungsreichen Programm der Spanier sangen die zwei Chöre des Liceo Classico und des Liceo Lingustico sowohl einzeln als auch zusammen einige Stücke. Zu guter Letzt kamen wir an die Reihe. Obwohl das Konzert zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Stunden ging, gelang es uns, die Zuhörer mit unserer Musik zu begeistern. Den Höhepunkt bildeten dann die drei Schlussstücke, die wir zusammen mit den anderen Chören sangen. Es hat einfach unglaublich Spaß gemacht, auch einmal mit anderen Sängern auf der Bühne zu stehen, welche nicht jedes Mal dabei sind oder die man bereits kennt. Auch die unterschiedlichen Dirigenten zu erleben, wie sie einen Chor leiten, war sehr interessant.

Nach diesem langen und großartigen Konzert, waren wir kurz vor Mitternacht noch alle zu einem kleinen Empfang in das nahe Liceo Classico eingeladen. Dort wurden für uns Getränke und Essen bereitgestellt und wir konnten uns noch mit den anderen Schülern aus Spanien und Alba unterhalten.
Zum Glück wurde in der Nacht die Uhr von Sommer- auf Winterzeit umgestellt, sodass wir einigermaßen ausgeschlafen am nächsten Morgen im Dom zur Probe erscheinen konnten. Dort hatten wir die Ehre, die große Sonntags-Messe mit einigen ausgewählten Stücken mitzugestalten. Der Dom war vollbesetzt, und es war eine unglaubliche Atmosphäre während des Singens, die uns sicher in Erinnerung bleiben wird. Leider mussten wird im Anschluss bereits wieder die Heimreise antreten, doch es bleiben viele schöne Erinnerungen und Begegnungen, die hoffentlich auch in Zukunft weiter gepflegt werden.

Als Abschluss kann ich nur sagen, dass es eine gelungene und wunderschöne Chorreise war. Diese hätten wir aber nicht machen können ohne ein paar immens wichtige Personen: Frau Reißing-Szabó, Herrn Dermann, Frau Genitheim und unseren Busfahrer Reiner Dannecker! An dieser Stelle nochmals ein ganz großes Dankeschön für die Ermöglichung dieser Reise und auch der vergangenen bzw. folgenden Reisen und Konzerte!

(Pia Schwarz)