aeg claim

Interview mit dem Solo-Trompeter Sebastian Zech

Bild

Wir, die Klasse 9C mit Musik als Hauptfach, hatten am Mittwoch, den 12. Mai das Glück, von Frau Reißing-Szabó gerade während dieser außergewöhnlichen Home-Schooling-Zeit auf eine ganz besondere Weise überrascht zu werden.
Wie sie uns in der vorhergehenden Stunde mitgeteilt hatte, bekamen wir Besuch von Sebastian Zech, der als Solo-Trompeter bei den Stuttgarter Philharmonikern arbeitet und uns Rede und Antwort stehen sollte. Gemeinsam haben wir uns vorbereitet, indem wir alles, was uns unter den Nägeln brannte und was wir gerne wissen wollten aufschrieben und dann jedem eine oder zwei Fragen zuteilten.
Nach einer kurzen Begrüßung hat Herr Zech uns erzählt, wie er selbst Mitglied der Philharmoniker geworden ist. Dazu musste er ein sogenanntes Probespiel gewinnen, ähnlich wie bei Deutschland sucht den Superstar. In einem Auswahlverfahren muss zunächst hinter einem Vorhang vorgespielt werden und dann kommen Runde für Runde immer weniger Leute weiter. Derjenige, der am Schluss übrigbleibt, erhält die Stelle. Dies war für uns ein Einblick in eine völlig neue Welt war. Auch zu den Aktivitäten des gesamten Orchesters jetzt während der Corona-Pandemie hat er sich geäußert und uns davon berichtet, wie schön und berührend es für ihn ist in Altenheimen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung zu gehen, dort vorzuspielen, und zu sehen, wie glücklich die Musik die Menschen dort macht. Zur Pandemie im Allgemeinen meinte er, seine Hoffnung liege darin, dass die Musik- und Kulturszene gestärkt aus dieser hervortritt und mehr geschätzt wird. Gegen Ende war ein Ratschlag seinerseits gerade an uns Musikzug-Schüler außerdem, dass er meinte, wem die Musik wirklich am Herzen liege, solle Musik studieren, und sich nicht von den momentan eher schlechten Berufsaussichten aufhalten lassen.
Es war für uns alle eine besondere Erfahrung Herrn Zech näher kennen zu lernen und ihn mit all unseren Fragen sowohl aus dem privaten Bereich als auch zu seiner Arbeit mit dem Orchester und seinem Umgang mit der aktuellen Situation zu löchern. Obwohl dieses Interview leider nur online möglich war, hat uns das Ganze viel Spaß bereitet, lief durch Bemühung von allen Seiten sehr geordnet ab und wir haben durch Herrn Zech einiges Interessantes über den Beruf als Musiker in einem Orchester und vor allem über seine Erlebnisse in der Pandemie erfahren.
An dieser Stelle möchten wir gerne nochmals unseren Dank an Sie, Herrn Zech, richten, dass Sie sich die Zeit genommen haben, und uns diese tolle und einzigartige Möglichkeit gegeben haben. Auch Ihnen, Frau Reißing, danken wir herzlich, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, dieses Treffen für uns zu arrangieren.

Magdalena Klausner für die Klasse 9c