Spanienaustausch mit Roda de Berà
Sonne, Meer und ganz viel Wiedersehensfreude

Nach einigen kleinen Startschwierigkeiten bei der Anreise konnten wir am Montag, 11. Mai 2026, endlich unsere Reise nach Spanien antreten. Die Wiedersehensfreude mit unseren spanischen Freundinnen und Freunden aus Roda de Berà, das zwischen Tarragona und Barcelona liegt, war riesig – schließlich hatten wir uns bereits im vergangenen Oktober in Deutschland kennengelernt. Der Empfang in den Gastfamilien war sehr herzlich und liebevoll. Schnell fühlten sich alle willkommen und konnten ihren ersten Morgen in Spanien genießen.
Während zuhause in Deutschland eher winterliches Wetter herrscht, genossen wir die spanische Sonne und traumhafte Ausblicke auf das Mittelmeer der Costa Dorada. Bei typisch spanischen „Bocadillos“ und vielen gemeinsamen Aktionen konnten unsere Schülerinnen und Schüler den ersten Tag zusammen ausklingen lassen.
Kaum angekommen, wartete mit Tarragona schon das erste große Abenteuer auf uns. Zwischen antiken Mauern, Amphitheatern und den Überresten des Circus Maximus wurden Geschichten von Gladiatoren, Löwen und der römischen Vergangenheit der Stadt lebendig. Auch die mittelalterlichen Gassen und Mauern verliehen Tarragona eine ganz besondere Atmosphäre.






Nach unserem spannenden ersten Tag in Tarragona ging es auch an den folgenden Tagen mit vielen besonderen Eindrücken weiter. Ein weiterer besonderer Programmpunkt am zweiten Tag war der Besuch beim Bürgermeister von Roda de Berà. Dort wurden wir sehr herzlich empfangen und bekamen spannende Einblicke in die Entwicklung der Stadt an der katalanischen Mittelmeerküste. Neben Informationen über den Tourisms und das Leben in der Region erfuhren wir auch mehr über aktuelle Projekte und die Zukunft der Stadt. Es war für uns besonders interessant zu erleben, wie offen und gastfreundlich wir willkommen geheißen wurden und wie wichtig internationale Begegnungen und Austauschprogramme für die Partnerschule und die Stadt Roda de Berà sind.


Am zweiten Tag stand dann noch die wunderschöne Küste im Mittelpunkt. Bei einem ausgiebigen Spaziergang entlang des Meeres konnten wir nicht nur die spanische Sonne und angenehme Temperaturen bei strahlend blauem Himmel genießen. Gemeinsam mit unseren spanischen Austauschpartnerinnen und -partnern beteiligten wir uns außerdem an einer Strandputzaktion im Rahmen des Erasmus+-Nachhaltigkeitsprojekts unserer Partnerschule. Dabei wurde deutlich, wie wichtig gemeinsames Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit ist.




Ein weiteres Highlight war der Besuch des Radiomuseums, bei dem wir in eine längst vergangene Zeit eintauchen konnten. Alte Radios, erste Abspielgeräte und historische Technik machten anschaulich, wie sehr sich Kommunikation und Medien in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben.

Der dritte Tag führte uns schließlich zum größten Ausflug der Woche: Gemeinsam ging es in die katalanische Hauptstadt Barcelona. Dort erwartete uns mit der berühmten Sagrada Família eines der beeindruckendsten Bauwerke Europas. Bei einer geführten Besichtigung erfuhren wir spannende Details über den Architekten Antoni Gaudí, seine außergewöhnlichen Ideen und die jahrzehntelange Umsetzung der Kathedrale. Besonders beeindruckend war das Licht am Nachmittag, das die bunten Fenster und das Innere in eine einzigartige Atmosphäre tauchte. Außerdem lernten wir, dass die Sagrada Família mittlerweile die höchste Kirche beziehungsweise Kathedrale der Welt ist.
Der Tag in Barcelona bedeutete viele Schritte und einige Kilometer zu Fuß, wurde aber durch die zahlreichen Eindrücke und spannenden Erklärungen zu den Fassaden und Bauwerken Gaudís mehr als belohnt. Selbst die späte Rückfahrt hielt viele nicht davon ab, den letzten gemeinsamen Abend mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern noch am Strand ausklingen zu lassen.






Am letzten Tag stand noch einmal das gemeinsame Miteinander im Mittelpunkt. Der Vormittag wurde an der Schule unserer Partnerschule verbracht. Besonders interessant war dabei eine Unterrichtsstunde auf Katalanisch mit einer ehemaligen Dozentin und Katalanin der Universität zu Köln. So konnten wir noch einmal tiefer in die katalanische Sprache und Kultur eintauchen. Beim gemeinsamen Mittagessen mit „algo para picar“,, das liebevoll von den spanischen Gastfamilien vorbereitet wurde, konnten alle noch einmal zusammenkommen, lachen und die letzten Stunden genießen. Zum Abschluss wurde gemeinsam Karten gespielt, bevor schließlich der emotionale Abschied bevorstand.


Mit vielen Umarmungen, Erinnerungsfotos und etwas Wehmut machten wir uns anschließend mit dem Bus auf den Weg zum Flughafen. Am Ende kamen alle zwar müde und geschafft, aber gesund und voller neuer Eindrücke wieder in Stuttgart an.

Der Austausch war kurz, aber intensiv und geprägt von zahlreichen interkulturellen Begegnungen. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur viel über Spanien und Katalonien lernen, sondern auch neue Erfahrungen über sich selbst sammeln. Solche Erlebnisse sind im normalen Unterricht kaum möglich und tragen neben dem sprachlichen und kulturellen Lernen auch maßgeblich zur Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung bei.
Ein ganz besonderer Dank gilt den spanischen Lehrkräften, die uns während des gesamten Aufenthalts rund um die Uhr unterstützt, ein großartiges Programm organisiert und uns eine unvergessliche Zeit ermöglicht haben.
Fins aviat!
Text und Bilder: B. Hofmann und A. Popp




